

Die technischen Arbeits- und Merkblätter für die Rehabilitation und Neubau von Rohrnetzen für die Versorgung sind unter dem Dach des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) angesiedelt und ausschließlich auf den Bereich der Druckrohrleitungen ausgerichtet. Merkblätter und Richtlinien für das grabenlose Bauen von Fernwärmeleitungen werden von der AGFW herausgegeben. Die Gestaltung von Richtlinien und technischen Arbeitsblättern für die Sanierung von Entsorgungsnetzen ist maßgeblich geprägt durch die Schirmherrschaft der ATV (Abwassertechnische Vereinigung), die 2004 später in die DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) umbenannt wurde. In beiden Vereinigungen entwickelte sich ein eigenes Vokabular für teilweise dieselben technischen Vorgänge und Verfahren. Bis heute gibt es in der Verwendung dieser technischen Bezeichnungen keine einheitliche Sprachregelung.
Die offiziellen Tabellen der DWA und des DVGW sollen in der Gegenüberstellung die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede aufzeigen.
Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Nodig-Verfahren:
Modernes Leben in urbanen Lebensräumen ist ohne unterirdische Infrastruktur nicht mehr denkbar. Die Versorgung mit Wasser, Gas, Elektrizität und Fernwärme erfolgt ebenso unterirdisch wie die Abwasserentsorgung. Wachsende Bevölkerungsdichten in den Städten, die Erschließung neuer Siedlungsgebiete und die steigenden Anforderungen an eine nachhaltige umweltfreundliche Entwicklung stellen hohe Ansprüche an das Infrastruktursystem. Unter dem Begriff Nodig werden alle Verfahren zusammengefasst, die unterirdische Baumaßnahmen an diesen Infrastrukturen ermöglichen -mit einem möglichst geringen Maß des "Aufgrabens", um Umweltbelastungen der Bautätigkeiten zu minimieren.
So muss beispielsweise kein Fluss mehr gestaut oder temporär umgeleitet werden, nur um ein neues Telefonkabel zu verlegen, oder keine Hauptstraße muss aufgerissen werden, weil eine Trinkwasserleitung beschädigt ist. Letzteres würde kilometerlange Staus nach sich ziehen und nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven der Bevölkerung belasten.
Beispiel: Einsparungen durch die geschlossene Bauweise in Berlin von 1984 bis 2009 - bezogen auf eine Gesamtleistung von 770 km Sammel- und Hausanschlusskanäle
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