08.03.2010
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Die MOL kassiert EU-Millionen für Pipelineprojekte
Europaweit wurden letzten Donnerstag Beihilfen für Energieprojekte in Höhe von 2,3 Milliarden EUR beschlossen, 81,7 Mio EUR davon gehen an fünf Projekte in Ungarn, allein vier im Umkreis der MOL. Drei davon beschäftigen sich mit grenzüberschreitenden Gaspipelines, eine mit einer Stromleitung (VERBUND, Österreich), das fünfte mit einer Technologie, die eine Lieferumkehrung im Falle von Gasausfällen ermöglicht.
30 Mio EUR EU-Beihilfe und damit der größte Einzelposten an Ungarn fließt in das Projekt der Verbindungspipeline zwischen der Slowakei und Ungarn, die Vel'ky Krtis mit Vecses verbinden wird. Realisatoren des Projektes sind nicht ganz unerwartet der Großkonzern MOL und Eustream auf slowakischer Seite. 16.61 Mio EUR gehen an FGSZ (Földgázszallító, eine MOL-Tochter, Ungarn) und den rumänischen Partner SNTGN TRANSGAZ für eine Erdgasleitung zwischen Ungarn und Rumänien. Das ungarische Interconnections-Projekt mit Koratien läuft ebenfalls über die FGSZ, dafür gibt es 20 Mio EUR.
Auch beim Projekt, das durch eine Art Schubumkehr auf kurzfristige Lieferausfälle reagieren soll, hat die MOL-Tochter FGSZ den Zuschalg erhalten. Das europaweit angesiedelte Projekt von 14 Gasgesellschaften erhält fast 80 Mio EUR, 8,1 davon gegehn an die MOL-Gesellschaft. Das fünfte Projekt ist eines, das Wien und Györ elektrisch näher bringen woll. Dabei sind die ungarische MAVIR, ein staatliches Elektrizitätswerk sowie die VERBUND Austria Power Grid, sie erhalten zusammen knapp 13 Mio EUR.
Die an 31 Gas- und 12 Elektrizitätsunternehmen von der EU verteilten 2,3 Milliarden EUR sind Teil eines 3,9 Milliarden-EUR-Programmes vom März 2009, das als Konjunkturprogramm Teil des Antikrisenpaketes der Gemeinschaft sein soll. Ob nun gerade die Gas- und Stromlieferanten diese Hilfen nötig gehabt haben, mag bezweifelt werden, die Investition in die Diversifizierung des mittelosteuropäischen Energienetzes ist auf alle Fälle eine sinnvolle. Die anderen 1,6 Mrd. EUR wurden übrigens in Off-Shore-Windparks, Projekte der Erneuerbaren Energien und die Kohlendioxid-Abscheidung- und -lagerung gesteckt.
Quelle: Pester Lloyd - Zeitung für Ungarn und Osteuropa
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