08.03.2010
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Der lange Winter ist eine erhebliche Belastung
Das Günzburger Bauunternehmen Bendl hat auch im langen und heftigen Winter die gute Tradition fortgeführt und an insgesamt vier Tagen alle Vorarbeiter, Poliere und Bauleiter geschult und sie mit den aktuellsten Neuigkeiten auf dem Baumarkt vertraut gemacht.
Geschäftsführer Stefan Wiedemann hat sich einen ganzen Tag Zeit genommen, um mit den Polieren und Vorarbeitern zu üben, wie man die Wünsche der Kunden zufriedenstellt, wie man im Kollegenkreis Informationen weitergibt oder aber auch Mitarbeiter motiviert. Er stellte abschließend fest, dass sich alle Mitarbeiter einig waren, diese Art von Fortbildungsveranstaltungen unbedingt beizubehalten. Dies sei auch ein wesentlicher Aspekt für das gute Betriebsklima und die Kameradschaft der Mitarbeiter.
Geschäftsführer Alexander Hancer kümmerte sich vorwiegend um gesundheits- und sicherheitstechnische Aspekte und organisierte die gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen für alle Führungskräfte zu Hygiene, Arbeitsschutz und Ladungssicherung.
Die Wichtigkeit dieser Maßnahme wurde von allen Beteiligten erkannt. Dies schlägt sich auch in der extrem geringen Anzahl von Betriebsunfällen in der Firma Bendl nieder und dient ebenfalls der Sicherheit aller auf den Baustellen.
Den letzten Tag der Veranstaltungsreihe eröffnete Harry Bendl mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Er informierte, dass die Mitarbeiterzahl, genauso wie der Jahresumsatz, leicht gesunken ist. 92 Mitarbeiter haben circa 21 Millionen Euro Umsatz inklusive Schlüsselfertigleistungen erzielt.
Im Schwesterbetrieb HTS in Sachsen hat man mit 52 Mitarbeitern sechs Millionen Euro Umsatz erreichen können.
Neue Hochbau-Schalung ist die eine der großen Investitionen
Die Hauptinvestitionen sind im vergangenen Jahr in eine komplett neue Hochbau-Schalung, neue Fahrzeuge für die Mitarbeiter und das Hausanschluss-Linersystem der Kanalsanierung geflossen. Speziell hier hat sich die Firma mit einer großen Summe engagiert, um für den Umweltschutz aktiv zu sein. Mit dem neuen System könne schnell, sauber und nachhaltig repariert werden, ganz ohne Grabarbeiten.
Der Fleiß der Mitarbeiter wurde an Weihnachten durch eine Prämienzahlung belohnt. Es ist fester Bestandteil der Firmenpolitik, die Mitarbeiter an den Erfolgen der Firma zu beteiligen. Die Qualität der Mitarbeiter sei mit der Grund für die Vollauslastung des Unternehmens, auch für die nächsten Monate, sagte Harry Bendl. Zufrieden stellte er fest, dass es sowohl dieses als auch die vergangenen Jahre keine Entlassungen und keine Kurzarbeit gab, auch nicht über die Wintermonate. Trotzdem werde um jeden Auftrag gekämpft.
Als Beweis für den Erfolg der Firma steht in erster Linie die Zufriedenheit der Kunden. Die regelmäßigen Auswertungen der Kunden-Fragebögen zeigten erneut, dass die Mitarbeiter zu 95 Prozent die Noten gut und sehr gut erhalten. Dies sei ein Erfolg aller Firmenmitarbeiter. Darauf sind die Führungskräfte laut Bendl besonders stolz. Es gibt immer mehr konkurrierende Baufirmen, so auch hier im Raum. Der einzig große Unterschied aber sei das Personal, das jede einzelne Firma zur Verfügung hat, und die Qualität ihrer Arbeitsleistung. „Hier, so glauben wir, sind wir auf einem ganz guten Weg“, sagt Harry Bendl. Nicht die billigen Firmen überlebten, sondern die guten. Die Kunden wollten für ihr gutes Geld gute Leistung. Das Qualitätssicherungssystem veranlasst zum Beispiel, dass Baustahlmengen vor dem Betonieren kontrolliert werden und, wo sinnvoll, auch externe Sachverständige auf Kosten der Firma eingesetzt werden.
Es wird schwierig, das aufzuholen
In der Vorschau für 2010 sieht die Firma den langen Winter als ganz erheblichen Kostenfaktor und als Belastung. Es werde schwierig sein, dies aufzuholen, zumal die Konjunktursituation nach wie vor äußerst angespannt ist, so der Firmensprecher.
Harry Bendl bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei der gesamten Führungsmannschaft, vor allem bei Stefan Wiedemann und Alexander Hancer als Geschäftsführer, für deren erfolgreichen und unermüdlichen Einsatz für die Firma und damit den Erhalt der Arbeitsplätze. Es bestätige die Entscheidung, mehr Verantwortung in jüngere Hände zu legen, so sein Fazit.
Quelle: Augsburger Allgemeine
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