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20.11.2017
2. Brandenburger Sanierungstag 2017 wieder mit Unterstützung der GSTT in der BTU Cottbus
Nach dem Erfolg des 1. Brandenburger Sanierungstags hat die Brandenburgische Wasserakademie (BWA e.V.) mit Unterstützung der GSTT beschlossen, den 2. Brandenburger Sanierungstags - dann im jährlichen Wechsel mit dem Berliner Sanierungstag - zu veranstalten. 
Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und demografischer Herausforderungen in ländlichen Räumen schärfte am 15. November der 2. Brandenburger Sanierungstag in Cottbus den Blick von 150 Fachtagungsteilnehmern für Chancen und Risiken auf neuen Wegen der Sanierung mit grabenlosen Verfahren im Flächenland Brandenburg.
 
Die Sanierung der unterirdischen Infrastruktur für die Siedlungswasserwirtschaft ist eine zyklisch wiederkehrende Aufgabe. Wirtschaft, Mensch und Natur brauchen eine intakte Infrastruktur, neben Straßen und Brücken ist die unterirdischen Infrastrukturen für Wasser und Abwasser eine wichtige kommunale Aufgabe unseres Gemeinwesens.
 
Vor der Kulisse der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, BTU kamen 150 Teilnehmer mit 18 praxiserprobten Fachausstellern in Kontakt. Drei Vortrags-Sektionen – Material; Technologien; Konzepte – boten im Großen Hörsaal den kommunikativen Rahmen. Vom Studenten bis zur Genehmigungsbehörde, vom Planer bis zum Bürgermeister und Aufgabenträger informierte sich das Publikum in einer familiären Atmosphäre zum Stand der Technik der grabenlosen Sanierung.
 
Gekonnt führte Dr.-Ing. Konrad Thürmer als fachlicher Leiter und Moderator durch die 3 Sektionen. „Alles in der Wasserwirtschaft ist auf Generationen abgestellt, nicht auf Morgen und Übermorgen“, zog Konrad Thürmer vom Lehrstuhl für Wassertechnik und Siedlungswasserbau ein Resümee.
 
Der 2. Brandenburger Sanierungstag war eine erfolgreiche Veranstaltung, die auch die grabenlosen Technologien in einem Flächenstaat berücksichtigte. Wir können davon ausgehen, daß im Herbst 2019 der 3. Brandenburger Sanierungstag stattfinden wird.
 
Kontinuität und Transparenz sind Wege zur Akzeptanz
„Als Brandenburgische Wasserakademie setzen wir mit dem 2. Sanierungstag das Format eines regionalen Branchentreffs im Flächenland Brandenburg fort“, sagt Peter Sczepanski, Präsident der BWA. „Für diese Bildungsaufgabe brauchen wir Kontinuität, mit der wir Kommunikationsanlässe schaffen, mit denen wir die Begegnung und den Austausch der unterschiedlichen Interessen in der Siedlungswasserwirtschaft fördern. In Cottbus haben wir einen positiven Rahmen vorgegeben, um die Bedarfe öffentlicher Aufgabenträger mit dem Potenzial innovativer Materialien und Technologien zu verbinden und das Gespräch zu führen.“
 
GSTT: Grabenlose Sanierung im Aufwind
Positive Signale kamen vom Vorstandsvorsitzenden der GSTT e. V, Prof. Jens Hölterhoff im Grußwort zum Tagungsband. Er attestiert grabenlosem Bauen und Instandhalten von Leitungen herausragende technische, ökonomische und ökologische Chancen, was sich dann auch in den Präsentationen führender Unternehmen darstellen sollte. Dennoch sei der Anteil dieser Technologien am gesamten Bauvolumen im Rohrleitungs- und Kanalbau nach wie vor zu gering, weshalb die GSTT es für wichtig erachte, die regionale, nicht kommerzielle Veranstaltung des Sanierungstages zu pflegen, der sich an ein breites Publikum wendet und mit einem innovativen Preis-Leistungsverhältnis die neuesten Techniken der Sanierung Zweckverbänden, Ingenieurbüros, Planern und ausführenden Firmen in Brandenburg vermittelt.
 
Auch der RSV unterstützte erstmalig diese Veranstaltung. Der Vorstandsvorsitzende des RSV e. V., Andreas Haacker, stellt im Vorwort zum Tagungsband fest, dass Betreiber von Entwässerungsnetzen in Brandenburg mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind: Saisonale Schwankungen der Grundwasserstände und indifferente Bodenverhältnisse führten zu hohen Belastungen von Leitungssystemen. Die grabenlose Sanierung von Rohrleitungen sei eine etablierte Methode zur Sicherung des zuverlässigen Betriebs von Netzen.
 
Die Brandenburgische Wasserakademie (BWA) e. V. widmet sich Volks- und Berufsbildung, Natur- und Umweltschutz sowie Wissenschaft und Forschung in der Siedlungswasserwirtschaft. In der Akademie engagieren sich aktuell 70 Mitglieder, darunter Ingenieurbüros, Privatpersonen, Komponenten- und Technologieanbieter sowie die Wasser- und Abwasserverbände MAZ, MAWV, WAL, WARL und LWG. Die Wasserakademie fördert die wissenschaftlich theoretische und praktisch berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften und arbeitet mit Institutionen der beruflichen Weiterbildung, Universitäten und Fachhochschulen mit wasser- und abwasserwirtschaftlicher Ausrichtung im Austausch von Erfahrungen, Programmen und Dozenten zusammen.
 
(Weitere Information, André Beck, beck@wasserakademie.de)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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