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09.11.2017
Der 35. 'German Pavillon' – initiiert von der GSTT auf der WATEX in Teheran, Iran
Die iranische Wirtschaft schöpft weiterhin Hoffnung. Nach vielen innenpolitisch schwierigen Jahren, verschärft durch internationale Sanktionen, sieht der Iran wieder Licht am Ende des Tunnels. Die anfangs große Euphorie ist inzwischen einem wachsenden, realen Business gewichen. US-Präsident Donald Trump, der ja das Iran-Abkommen in Frage stellt, sah sich massiven Widerständen der Europäischen Regierungen gegenüber und „ruderte“ etwas zurück, was als Lichtblick für die Europäische Wirtschaft diagnostiziert werden kann. Diese Situation wird auch sehr deutlich in der Tagespresse im Iran kommentiert und veröffentlicht.
Der Minister of Energy of Iran, Sattar Mahmoudi (Mitte links), im Gespräch mit Dr. Klaus Beyer (GSTT Geschäftsführer, und Auskunftsperson der Bundesrepublik Deutschland, Mitte rechts) am „German Pavilion“ bei der WATEX in Teheran, Iran.
Der Minister of Energy of Iran, Sattar Mahmoudi links), im Gespräch mit Dr. Klaus Beyer (GSTT Geschäftsführer, und Auskunftsperson der Bundesrepublik Deutschland, rechts) und Dr. Shahrooz Mohajeri (Geschäftsführer der Berliner Firma inter 3 GmbH, mitte) am „German Pavilion“ bei der WATEX in Teheran, Iran.
Ehrenmitglied der GSTT Prof. Dr. Dietrich Stein (mitte), Sohn Dr. Robert Stein (S & P Consult GmbH, links) mit Dr. Klaus Beyer (Geschäftsführer GSTT rechts) auf der WATEX Teheran, Iran.
Der vom Energieminister überreichte Preis an Christian Rohn von der Fa. mts Perforator GmbH für den besten internationalen Messestand auf der WATEX (rechts) mit Dr. Klaus Beyer (Geschäftsfüherer GSTT, links)
Hamid Reza Janbaz (Managing Director and the Chairman of the Board der National Water and Wastewater Engineering Company (NWWEC) links) und Julia Braune (Geschäftsführerin von German Water Partnership, rechts) bei der Unterzeichnung eines MOUs (Iranian-German Training Center for Water and Wastewater Management) im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und MoE (Ministry of Energy, Iran) geförderten Projekts
Der von der GSTT initiierte „German Pavilion“ auf der 13. Tran International Water & Wastewater Exhibition (WATEX)
Der von der GSTT initierte „German Pavilion“ auf der 13. Tran International Water & Wastewater Exhibition (WATEX)
Eingang zur Halle 38 („Deutsche Halle“ mit dem „German Pavilion“) der 13. Tran International Water & Wastewater Exhibition (WATEX) vom 16. – 19. Oktober 2017 in Teheran, Iran. Dr. Klaus Beyer (Geschäftsführer GSTT und Auskunftsperson für den „German Pavilion“ der Bundesrepublik Deutschland)

Besonders affin sind die Iraner den Deutschen gegenüber, die es allerdings zur Zeit im iranischen Geschäft nicht so ganz leicht haben. Zwischenzeitlich haben die Chinesen ihre Chance in der Sanktionszeit genutzt und sind auf den Iranischen Markt gedrungen. Es ist nicht ganz leicht, sie vom Markt zu verdrängen, da sie u.a. Komplettlösungen incl. Finanzierung anbieten.
 
Die Finanzmittel, die sich langsam im Iran aufbauen, werden sinnvollerweise zunächst in die marode Erdölindustrie gesteckt. Danach kommt wahrscheinlich das Militär zum Zuge und erst danach die marode Infrastruktur, was schade ist, aber nachvollziehbar.
 
Unabhängig von der rechtlichen Sanktionslage behindert die Geschäftspolitik vieler Finanzinstitute den zu erwartenden Aufschwung im Irangeschäft. Abgesehen von dem Spezialinstitut Europäisch-Iranische Handelsbank in Hamburg betreiben nur wenige deutsche Geldinstitute bisher ihre Rückkehr ins Irangeschäft. Dies ist auch der Situation geschuldet, daß die Banken „Bestrafungsmaßnahme“ der USA befürchten, wenn sie ins Irangeschäft einsteigen.
 
Außerdem behindern technische Schwächen und – verursacht durch die mehrjährigen Sanktionen – formale Rückstände bei den Banken im Iran die Wiederaufnahme finanzwirtschaftlicher Aktivitäten. Kapazitätsengpässe bei exportbegleitenden Finanzdienstleistungen sind daher auch noch länger, vorprogrammiert.
 
Hermes-Deckungen für den Iran sind seit Sommer 2016 zumindest theoretisch wieder möglich. Fraglich ist jedoch, welche Banken die für Hermes unverzichtbare praktische Begleitung einer Hermes-Deckung übernehmen wollen und können. Für Hermes-Deckungen ist grundsätzlich eine iranische Staatsgarantie erforderlich.
 
Die generelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Iran ist schwer einzuschätzen. Natürlich ist der grundsätzliche Investitionsbedarf des Landes sehr hoch, und gerade die Öl- und Gasindustrie wird hier verständlicherweise politische Priorität haben. Andererseits ist die Finanzlage des Irans nach den wirtschaftlich desaströsen Amtsjahren der Regierung Ahmedinedschad völlig unklar. Und der niedrige Ölpreis erschwert eine schnelle Steigerung der Staatseinnahmen. Insgesamt aber kann man feststellen, daß eine gewisse Aufbruchsstimmung im Iran vorhanden ist.
 
Die 13th Iran International Water & Wastewater Exhibition (WATEX) vom 16. – 19. Oktober 2017, - war, wie der Name schon sagt, die 13. jährlich stattfindende Messe. Hierfür hat die GSTT wieder die Förderung vom BMWi für einen “German Pavilion” erhalten.
 
Die WATEX ist die größte jährliche Industrie- und Handelsveranstaltung mit einer großen Anzahl von in- und ausländischen Unternehmen im Bereich Wasser und Abwasser.
 
Als internationale übergreifende Plattform der Branche bietet die Messe sehr gute Möglichkeiten für einen Markteintritt. Von den 425 Ausstellern kamen 128 aus 22 Ländern. Ca. 25.700 Fachbesucher aus 23 Ländern interessierten sich für die Produkte und Dienstleistungen.
 
Der Veranstalter war das Ministry of Energy I.R., die Iran M & T Solutions Co. und die IMAG - Internationaler Messe- und Ausstellungsdienst GmbH (eine Tochterfirma der Messe München, die die WATEX in Europa vertritt). Die Messe findet jährlich auf dem Teheran International Permanent Fairground statt.
 
Die WATEX war in mehreren Hallen auf 14.993 m² und im Freigelände auf 2.640 m² untergebracht. Die Halle 38, in der sich der „German Pavilion“ befand, ist die am günstigsten zentral gelegene Halle. Sie ist bekannt als „Deutsche Halle“, da sie 1990 von der Messe München errichtet wurde. Neben dem geförderten deutschen Gemeinschaftsstand gab es noch Länderpavillons aus der Schweiz, China und der Türkei.
 
Der „German Pavilion“ war gut besucht und die Aussteller waren rundherum zufrieden. Man kann nur hoffen, daß die Geschäfte bald in Gang kommen und das Finanzsystem funktionsfähig wird.
 
Der Minister of Energy of Iran, Sattar Mahmoudi besuchte bei seinem Eröffnungsrundgang auch den „German Pavilion“ und informierte sich bei einzelnen Messeständen über die Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland. Zunächst war bei der WATEX 2017 ein Botschafterempfang geplant, wurde aber frühzeitig von der Botschaft abgesagt. Die Botschaft war durch eine Fülle von Delegationen aus Deutschland und andere Aktivitäten sehr stark beansprucht. Als offizielle Vertreterin der Deutschen Botschaft besuchte Franziska König, Deputy Head of Economic Section Deutsche Botschaft in Teheran kurz den „German Pavilion“.
 
Besonders erfreulich war, daß die Außenhandelskammer (AHK) Khashayar Nivipour (Senior Business Consultant & Publication) die ganze Zeit der Messe für den „German Pavilion“ abgestellt hatte. So konnten auch intensivere Gespräche zwischen Ausstellern und der Kammer erfolgen.
 
Der „German Pavilion“ wurde auch für den offiziellen Anlass der Unterschrift für ein MOU (Memorandum of Understanding) genutzt. Hamid Reza Janbaz (Managing Director and the Chairman of the Board der National Water and Wastewater Engineering Company (NWWEC)) und Julia Braune (Geschäftsführerin von German Water Partnership) unterzeichneten ein MOU für die Zusammenarbeit im Rahmen eines „Iranian-German Training Center for Water and Wastewater Management“ im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und MoE (Ministry of Energy, Iran) geförderten Projektes.
 
Auch haben wir uns darüber gefreut, daß unser GSTT-Mitglied und Aussteller mts Perforator GmbH einen Preis für den besten internationalen Ausstellerstand bekommen hat, der vom iranischen Energieminister Sattar Mahmoudi an Christian Rohn (Area Sales Manager Middle East & Africa der mts Perforator GmbH) überreicht wurde.
 
Es war für die GSTT auch schön, daß wir das Ehrenmitglied der GSTT, Prof. Dr. Dietrich Stein und seinen Sohn Dr. Robert Stein (S & P Consult GmbH, links) auf dem „German Pavilion“ als Besucher begrüßen konnten. Wir würden uns für 2018 wieder eine starke deutsche Beteiligung wünschen und freuen uns auf Sie, Sie als Aussteller des „German Pavilions“ auf der WATEX 2018 vom 15. – 18. Oktober wieder – oder auch erstmalig – begrüßen zu können. Nähere Informationen erhalten Sie bei der GSTT-Geschäftsstelle unter beyer@gstt.de. Hier können Sie sich auch unverbindlich registrieren. Dann erhalten Sie unaufgefordert weitere Informationen zur WATEX 2018. Beteiligen können Sie sich hier schon mit dem kleinsten Stand (sog. IZ – Informationszentrum – 2 m² Grundfläche) für ca. 1050 EUR (schlüsselfertig mit voller Nutzung der Infrastruktur des „German Pavilions“)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GSTT German Society for Trenchless Technology e.V.
Deutsche Gesellschaft für grabenloses Bauen und Instandhalten von Leitungen e.V.
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