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04.04.2017
GSTT – AWARD-Verleihung im Rahmen der Eröffnung von WASSER BERLIN INTERNATIONAL 2017
Eröffnung
Hohe Qualität der Besucher, hohe politische Beteiligung und hochkarätiges Rahmenprogramm – so lautet die Bilanz von WASSER BERLIN INTERNATONAL 2017. 
Die Messe und der Kongreß reflektieren als einzige Branchenplattform in Deutschland den gesamten Wasserkreislauf. Vier Tage lang war Berlin Treffpunkt der internationalen Wasserwirtschaft. Vom 28. – 31. März 2017 informierten sich 19273 Fachbesucher bei 450 Ausstellern aus 26 Ländern über die neuesten Produkte, Dienstleistungen und technischen Lösungen. Die Fachmesse und der integrierte Kongress verzeichnen zum Abschluss zufriedene Fachbesucher, eine hohe Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite sowie eine exzellente Beteiligung beim Rahmenprogramm.

Mehr als Delegationen aus 20 europäischen und außereuropäischen Ländern, darunter Zentralamerika, Japan, China und Korea, besuchten WASSER BERLIN INTERNATIONAL. 

Dr. Fritz Holzwarth, Geschäftsführer des Vereins WASSER BERLIN e.V., moderierte mit hoher Kompetenz und sehr souverän die offizielle Eröffnung, die von großer Internationalität geprägt war. Neben Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hielt auch der iranischen Vize-Energieminister Rahim Meidani eine kurze Eröffnungsansprache. Der Iran war diesmal Schwerpunkt der WASSER BERLIN. Dies kam nicht nur in der Eröffnung zum Ausdruck, sondern auch durch die  Iran-Konferenz und iranischen Referenten bei der NO DIG BERLIN 2017.
 
Im Anschluß an die Eröffnungsansprachen wurden die GSTT AWARDs an die Gewinner in den Kategorien Innovation und Ausland, jeweils in Silber und Gold, durch Prof. Jens Hölterhoff (Vorstandsvorsitzende GSTT) überreicht. 
 
Mit dieser AWARD-Verleihung im Rahmen der Eröffnung von BERLIN WASSER INTERNATIONAL wurde auch einem breiteren Publikum die enormen technischen, ökonomischen und ökologischen Chancen der innovativen grätenlosen Bauweise, gerade in Städten mit beengten Platzverhältnissen und hoher Verkehrsdichte näher gebracht. Ausgezeichnet werden hiermit die Auftraggeber, aber auch die beteiligten Firmen sind integriert.
 
Messe
 
Nach der Eröffnung schloß sich der offizielle Messerundgang an. Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit besuchte auch das Kompetenzzentrum Leitungsbau. Hier konnte Prof. Jens Hölterhoff (Vorstandsvorsitzender GSTT) auch anbringen, daß im Gegensatz zu einigen Ausländische Auftraggebern in Deutschland nur der Preis zählt und daß durch umweltfreundlichere Bauverfahren die Reduktion von schädlichen Emissionen in Deutschland leider unberücksichtigt bleibt.
 
Zum fünften Mal präsentierten sich hier auch wieder die sechs „Leitungsbau“-Verbände unter dem gemeinsamen Dach eines Verbändestandes:
 
• AGFW - der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. 
• DCA - der Verband Güteschutz Horizontalbohrungen e.V.
• GLT - die Gütegemeinschaft Leitungstiefbau e.V. 
• GSTT - die German Society for Trenchless Technology e.V. 
• RBV - der Rohrleitungsbauverband e.V.
• RSV - der Rohrleitungssanierungsverbandes e.V. 
 
Um diesen Stand gruppierten sich kleine Einzelstände, auf denen sich nationale und internationale Firmen aus der grabenlosen Technologie präsentierten. 
 
Diagonal gegenüber des Verbändestandes gelegen, stellten sich Berliner Firmen und Berliner Niederlassungen, Netzbetreiber, sowie Ver- und Entsorgungsbetriebe am „Berliner Platz“ vor, um die gemeinsame Kompetenz aus der Region darzustellen. Auch diese Form der Darstellung wurde wieder  begeistert angenommen.
 
Dieses Konzept wurde erstmalig durch die Region Brandenburg mit der „Brandenburger Allee“ ergänzt.
 
Aussteller ebenso wie Fachbesucher lobten die internationale Messeatmosphäre. Die hohe Aussteller-Internationalität setzte sich auch auf Fachbesucherseite fort. Jeder vierte Besucher reiste aus dem Ausland an: vorrangig aus Europa, gefolgt von Süd-Ost-Zentral-Asien, Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie Nordamerika.
 
Laut einer repräsentativen Fachbesucherbefragung bescheinigten über 90 Prozent der Fachbesucher WASSER BERLIN INTERNATIONAL einen sehr guten bzw. guten Gesamteindruck. Das geschäftliche Ergebnis ihres Messebesuches insgesamt beurteilten 84,3 Prozent der Fachbesucher positiv, über zehn Prozent gaben an, Geschäftsabschlüsse getätigt zu haben. 
 
Weiterhin zeichnete sich das Publikum durch eine hohe Entscheidungskompetenz aus. Jeder zweite Fachbesucher gab an, entscheidenden Einfluss auf Einkaufs- bzw. Beschaffungsentscheidungen in seinem Unternehmen zu haben. Den Besuch der WASSER BERLIN INTERNATIONAL würden 87,5 Prozent der Fachbesucher ihren Kollegen und Geschäftspartnern weiterempfehlen. 
 
 
NO DIG BERLIN
 
Am ersten Tag der WASSER BERLIN INTERNETIONAL begann auch die 3. DO DIG BERLIN, diesmal zusammen mit dem Internationalen Leitungsbausymposium mit Referenten aus 5 Ländern und ca. 60 Anmeldungen von Teilnehmern. 
 
Am Dienstag, dem 29.3.2017 um 13:00 Uhr begrüßten Prof. Jens Hölterhoff (Vorstandsvorsitzender der GSTT), Manfred Vogelbacher (Vizepräsident des RBV – Rohrleitungsbauverband e.V.) und Ralf Wittmann (Geschäftsführer DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. Landesgruppe Berlin/Brandenburg) die Anwesenden. 
 
Wieder wurde die sehr günstig Lage des Vortragssaals „Stuttgart“ neben der Leitungsbauhalle 1 direkt am Kompetenz Zentrum Leitungsbau gewählt. Somit konnten Zuhörer gezielt sich Vorträge aussuchen und die Individualität wurde hiermit unterstützt.
 
 
 
GSTT Gala Büfett
 
Am Abend des 2. Messetages, der von noch mehr Besuchern frequentiert wurde, fand das von der GSTT veranstaltete Gala-Büfett in dem Eventlokal  „Wasserwerk“ statt. Die geschichtsträchtige Industriearchitektur des 100 Jahre alten (Abwasser) Pumpwerks schaffte ein Ambiente über den üblichen Standard hinaus. Die Verbindung aus Tradition und Moderne, kombiniert in einer außergewöhnlichen Eventlocation. 
 
Angereichert wurde die hervorragende Stimmung beim Gala Büfett durch die musikalische Umrahmung von der „Hauptstadt-Harfe“ Simonetta Ginelli. Mit ihrem umfangreichen Repertoire von Klassik und Pop, war das die perfekte Lifemusik zum Büfett.
 
Im Rahmen der Abendveranstaltung wurden in kurzen Präsentationen von den Gewinnern der GSTT-AWARDs die prämierten Projekte dem anwesenden Publikum vorgestellt.
 
Die Präsentationen begannen mit dem GSTT – AWARD Silber 2017 - Besondere Innovation für die grabenlosen Bauweisen. Auftraggeber für das Projekt „Sanierung von Schachtbauwerken mit selbst entwickelten SF-Schachtlinern“ war die Gemeinde Brannenburg. Vorgetragen wurde die Präsentation von der Firma Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung, die die von ihr eingesetzte Schachtlinersanierungsmethode selbst entwickelt und zur Industriereife gebracht hatte. Das Liner-Material ist durch eine enorme Dehnfähigkeit und einer besonderen Einbauhilfe ohne weitere Vorbereitung („also praktisch von der Stange“) in das zu sanierende Bauwerk einbaubar. Hier wurde dieses neue Verfahren erstmalig in großen Stil angewandt.
 
Über das Projekt „HD Wrap Tech Solution®“, das mit dem GSTT – AWARD Gold 2017 - Besondere Innovation für die grabenlosen Bauweisen ausgezeichnet wurde, berichtete die HD Sanierungstechnik GmbH, die dieses einzigartiges Sanierungsverfahren für kabelbelegte Rohre ohne Versorgungsunterbrechung entwickelt hat. Auch größere Schadstellen lassen sich mit dem HD-Wickelpacker effizient und sauber beheben, wobei die Leitungen in den Trassen dabei durchgehend in Betrieb bleiben können. Erstmalig wurde dieses Verfahren hier in größerem Stil erfolgreich angewandt. Auftraggeber war die Porsche AG. Sanierungsverfahren für kabelbelegte Rohre ohne Versorgungsunterbrechung. 
 
Über das höchst anspruchsvolle Projekt „Danube Undercrossing – Interconnector Romania – Bulgaria“, das mit dem GSTT – AWARD Silber 2017 - herausragendes Projekt Ausland des grabenlosen Bauens ausgezeichnet wurde, berichtete die Firma LMR Drilling GmbH. Hierbei handelte es sich um 2 Düker DN 500 von 2100 m Länge im mangelhaft erkundeten, instabilen und klüftigen Baugrund, einmal von einer Seite durchgehend gebohrt und dann, beim zweiten Düker mit 2 Bohranlagen, wobei ein Intercept = untertägige Verbindung der Bohrlöcher durchgeführt wurde. Auftraggeber waren Transgaz Romania und BulgarTransgaz .
 
Auftraggeber für das „Dhaka Water Supply Sector Development Project“, das mit dem GSTT – AWARD Gold 2017 - herausragendes Projekt Ausland des grabenlosen Bauens ausgezeichnet wurde war die Dhaka Water Supply and Sewage Authority in Bangladesch. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma LUDWIG PFEIFFER Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, die auch das Projekt vorstellte. Das Besondere an diesem Projekt war, daß bei einem Auftragsvolumen von 24 Mio. US$ nicht mehr als 20% der Rohrverlegung von 226 km in offener Bauweise durchgeführt werden durften – also 80 % in grabenloser Bauweise in einem Land, in dem der Lohn äußerst gering ist.
 
 
Schaustelle
 
Auf besonders großen Zuspruch ist die Schaustelle Wasser wieder gestoßen. Sie wurde maßgeblich durch die Berliner Wasserbetriebe organisiert und von der Berliner Tiefbauindustrie stark unterstützt. Rund 600 Fachbesucher aus aller Welt konnten sich einen einzigartigen Überblick von der Leistungsfähigkeit neuer Technologien im Einsatz verschaffen. Die Organisation war hervorragen, alle 14 Busse konnten pünktlich den Südeingang der Messe verlassen und alle geplanten Baustellen besuchen. 
Auf der Baustelle „Köpenicker Straße“ konnte Prof. Jens Hölterhoff erstmals sein neues patentiertes PRM (Pipe-Replace-Method) im Rahmen der Schaustelle life dem Fachpublikum vorführen. Die PRM ist eine Verfahrenstechnik zur grabenlosen Erneuerung von Kanälen in gleicher Trasse. Sie ermöglicht eine gleichzeitige Dimensionserweiterung in nicht verdrängbaren Böden. Durch einen neuartigen Schürfkopf und ansonsten übliches Equipment, daß auch für andere Verfahren eingesetzt werden kann zuzüglich einer pneumatischen Förderung ist dieses Verfahren wesentlich schneller und kostengünstiger als z.B. das Pipe-Eating.
 
Insgesamt war dieses Alleinstellungsmerkmal „Schaustelle“ der WASSER BERLIN ONTERNATIONAL aber wieder von großem Erfolg gekrönt. An dieser Stelle soll auch noch einmal den Berliner Wasserbetrieben Dank gezollt werden, die sich besonders für diesen „Baustellentag“ engagieren. So etwas wird weltweit nirgends angeboten und Berlin kann stolz auf dieses Segment sein.
 
Es ist hilfreich, daß insgesamt diese wichtige Veranstaltung national und international sehr gewürdigt wurde, aber sehr schade, daß sie von der Berliner Landespolitik leider kaum beachtet wurde. Man ist es aber in Berlin gewohnt, daß das Setzen von Prioritäten in der Landespolitik meistens nicht nachvollziehbar ist.
 
Wir freuen uns jedenfalls schon auf die WASSER BERLIN INTERNATIONAL 2019, vom 26. - 29. März 2019. Besucher aus der Region Berlin-Brandenburg, Deutschland und der Welt sind herzlich willkommen.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GSTT German Society for Trenchless Technology e.V.
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