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21.11.2016
GSTT initiierte den 31. „German Pavillon“ auf der WATEX in Teheran, Iran
Die iranische Wirtschaft schöpft wieder Hoffnung. Nach vielen innenpolitisch schwierigen Jahren, verschärft durch internationale Sanktionen, sieht der Iran wieder Licht am Ende des Tunnels. 
Mit Abschluss der Verhandlungen über einen Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) zum iranischen Nuklearprogramm stand seit Juli 2015 der Fahrplan, wie der Iran sich aus der Sanktionsfalle herausmanövrieren konnte. Die Resolution Nr. 2231/2015 des UNO-Sicherheitsrates machte das Verhandlungsergebnis dann für alle UN-Mitglieder verbindlich.

Seit dem 16. Januar 2016 gilt daher „nur“ noch eine deutlich reduzierte Iran-Embargo-VO Nr. 267/2016 (wg. Nuklearprogramm), und die unveränderte Iran-Embargo-VO Nr. 359/2011 (wg. Menschenrechtsverletzungen). 

Unabhängig von der rechtlichen Sanktionslage behindert die Geschäftspolitik vieler Finanzinstitute den zu erwartenden Aufschwung im Irangeschäft. Abgesehen von dem Spezialinstitut Europäisch-Iranische Handelsbank in Hamburg betreiben nur wenige deutsche Geldinstitute bisher ihre Rückkehr ins Irangeschäft.

Außerdem behindern technische Schwächen und – verursacht durch die mehrjährigen Sanktionen – formale Rückstände bei den Banken im Iran die Wiederaufnahme finanzwirtschaftlicher Aktivitäten. Kapazitätsengpässe bei exportbegleitenden Finanzdienstleistungen sind daher auch noch länger, vorprogrammiert. 

Hermes-Deckungen für den Iran sind seit Sommer 2016 zumindest theoretisch wieder möglich. Fraglich ist jedoch, welche Banken die für Hermes unverzichtbare praktische Begleitung einer Hermes-Deckung übernehmen wollen und können. Für Hermes-Deckungen ist grundsätzlich eine iranische Staatsgarantie erforderlich. 

Die generelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Iran ist schwer einzuschätzen. Natürlich ist der grundsätzliche Investitionsbedarf des Landes sehr hoch, und gerade die Öl- und Gasindustrie wird hier verständlicherweise politische Priorität haben. Andererseits ist die Finanzlage des Irans nach den wirtschaftlich desaströsen Amtsjahren der Regierung Ahmedinedschad völlig unklar. Und der niedrige Ölpreis erschwert eine schnelle Steigerung der Staatseinnahmen. Insgesamt aber kann man feststellen, daß eine gewisse Aufbruchsstimmung im Iran vorhanden ist.
 
Die 12th Iran International Water & Wastewater Exhibition (WATEX, vom 25. – 28. September 2016,) - war, wie der Name schon sagt, die 12. Jährlich stattfindende Messe. Hierfür hat die GSTT die Förderung vom BMWi für einen “German Pavilion” erhalten.

Der Veranstalter war das Ministry of Energy I.R., die Iran M&T Solutions Co. und die IMAG - Internationaler Messe- und Ausstellungsdienst GmbH (eine Tochterfirma der Messe München, die die WATEX weltweit außer Türkei und China vertritt). Die Messe findet jährlich auf dem Teheran International Permanent Fairground statt. 

Der H.E. Minister Hamid Chitchian Ministry of Energy besuchte bei seinem Eröffnungsrundgang auch den „German Pavilion“. In dem Zusammenhang überreichte die Projektleiterin von WASSER BERLIN INTERNATIONAL; Cornelia Wolff von der Sahl formal ein Einladungsschreiben an den Minister, offiziell die WASSER BERLIN 2017 mit zu eröffnen. Hier ist Schwerpunktland der Iran.

Die WATEX war in 7 Hallen auf 12.749 m² und im Freigelände auf 1.792 m² untergebracht. Die Halle 38, in der sich der „German Pavilion“ befand, ist die am günstigsten zentral gelegene Halle. Sie ist bekannt als „Deutsche Halle“, da sie 1990 von der Messe München errichtet wurde.

Die WATEX ist die führende Fachmesse im Iran für die Wasser- und Abwasserindustrie. Die Produktpalette sowohl der Messe, als auch des „German Pavilions“ umfaßte alle Bereiche “rund ums Wasser“.

Als internationale übergreifende Plattform der Branche bietet die Messe sehr gute Möglichkeiten für einen Markteintritt. Von den 399 Ausstellern kamen 140 aus 26 Ländern. Ca. 10.000 Fachbesucher aus 20 Ländern interessierten sich für die Produkte und Dienstleistungen.

Dieser von der GSTT initiierte 31. „German Pavilion“ war mit insgesamt 45 deutschen Firmen (davon 12 GSTT-Mitgliedsfirmen) der größte, den wir je hatten. Die Aussteller waren überwiegend zufrieden und werden sich in großer Zahl auch wieder bei der nächsten WATEX vom 24. – 27. September 2017 in Teheran am „German Pavilion“ beteiligen. Auch für diese WATEX 2017 liegt die Förderungszusage bereits vor.

Zunächst war bei der WATEX 2016 ein Botschafterempfang geplant, wurde aber frühzeitig von der Botschaft abgesagt. Die Botschaft und die Außenhandelskammer waren durch eine Fülle von Delegationen aus Deutschland (einige Tage später kam Minister Gabriel mit einer Delegation von 200 Personen) stark beansprucht. Vorher und auch nachher kamen politische Delegationen aus fast allen Bundesländern.

Erschwerend kam hinzu, daß zur Zeit der WATEX 2016 der alte Botschafter bereits abberufen war und der neue noch nicht im Amt.

Herr Gerrit Meents, der Wirtschaftsattaché in der Deutschen Botschaft, hat sich trotz großer Belastung die Zeit genommen, den „German Pavilion“ zu besuchen und nach einem Vorgespräch mit Prof. Jens Hölterhoff (Vorstandsvorsitzender der GSTT) und mir (Geschäftsführer der GSTT und Auskunftsperson), sich auch bei drei Firmen über deren Produkte und Dienstleistungen zu informieren. 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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