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18.02.2016
Praxistag Leitungsortung am 9. März 2016 in Essen
Am 9. März 2016 findet die Premiere des Praxistags Leitungsortung in Essen statt. Die eintägige Vortragsveranstaltung bietet den Teilnehmern interessante Fachvorträge zum Thema Detektion bzw. Ortung von Leitungen und dazugehörende Themen.
Unterteilt ist die Vortragsveranstaltung in drei Themenblöcke:

Leitungsdaten finden und verwalten
In Block 1 „Leitungsdaten finden und verwalten“ referiert Jens Focke (BIL eG, Bonn) über ein Bundesweites Informationssystem zur Leitungsrecherche (BIL). Mit dem Anspruch, künftig Rohrfernleitungen bei Tiefbauarbeiten besser zu schützen und einen transparenten und einheitlichen Service in der Leitungsauskunft anzubieten, wurde im Juni 2015 die BIL eG als Initiative von deutschen Leitungsnetzbetreibern aus den Bereichen Chemie, Gas und Öl gegründet. BIL steht für bundesweites Informationssystem zur Leitungsrecherche und hat das Ziel, erstmals in Deutschland eine umfassende branchenübergreifende und vor allem für Nutzer kostenfreie Online-Leitungsauskunft bereitzustellen.Mit dem Thema „Digitale Methoden zur optimierten Nutzung von Bestandsdaten für das Betriebs- und Instandhaltungsmanagement“ setzt sich anschließend Björn Christoph Stein (PWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH, Zwingenberg) auseinander. 

Schadensprävention und Rechtsstreit
Im zweiten Themenblock „Schadenprävention und Rechtsstreit“ geht Markus Grummich (DVGW Service & Consult GmbH, Bonn) auf die „Sicherheit bei Tiefbauarbeiten in Leitungsnähe“ ein. Schäden an Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen durch Baumaschinen oder durch manuelle Eingriffe im Rahmen von Tiefbauarbeiten können bei einzelnen Ereignissen, wie z. B. Gasexplosionen oder Stromschlägen, mit Gefahr für Leib und Leben verbunden sein. Die Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit kann außerdem weitreichende Folgen haben. An Leitungsnetzen aller Sparten in Deutschland wird jährlich ein Gesamtschaden von fast 200 Mio. Euro registriert.
Dr. Michael Neupert (Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare, Essen) geht der Frage „Hilft der Einsatz von Ortungs- und Inspektionsverfahren bei Rechtsstreitigkeiten?“ nach. Insbesondere bei unklaren Leitungsverläufen als Folge fehlender oder ungenauer Bestandspläne sowie bei vermuteten Leitungsschäden (z. B. Boden- und Grundwasserverschmutzungen nach Exfiltrationen aus Abwasserleitungen) ist der Einsatz effektiver und zuverlässiger Ortungs- bzw. Inspektionssysteme unbedingt zur „Wahrheitsfindung“ angezeigt.
 
Verfahren zur Leitungsortung und Einmessung
In Block 3 „Verfahren zur Leitungsortung und Einmessung“ spricht Dr. ­Andreas Kathage (Geohires International Ltd., Borken) über das Thema „Der Gläserne Untergrund – Ein Überblick über die Ortungsverfahren“, bevor Siegfried Wanjek (S+H Systemtechnik GmbH, Wunstorf) die „Leitungsortung und genaue Einmessung in einem Arbeitsgang“ vorstellt. Mit Hilfe der vorgestellten Locator Software sind Leitungsortung und präzise Positionierung (50 cm, 10 cm oder 1 bis 2 cm genau) in einem Arbeitsgang durchführbar. Der Mehrwert eines sehr genauen, aber auch von Fachanwendern zu bedienenden GPS/GNSS-Handheld-Systems wird dargestellt und technische/physikalische Grenzen aufgezeigt.
Ungenaue bzw. unvollständige Angaben zur Existenz und Lage unterirdischer Infrastrukturen erweisen sich oft als unkalkulierbares Risiko bei Sanierungs- und Neubauprojekten. Dies behandelt Tim Krüger (8 SEAS consulting engineers for water and energy, Nackenheim) in seinem Vortrag „XYZ is easy as ABC – Das Mapping von Rohrleitungen und Kanälen im Untergrund“. 

Nach der Kaffeepause referiert André Bischof (Hermann Sewerin GmbH, Gütersloh) über die „Akustische Ortung von Kunststoffleitungen“. Anschließend berichtet Herbert Eichmann (Radiodetection CE, Emmerich am Rhein) über die Ortung von metallischen Rohrleitungen und Kabeln“. 
 
Weitere Informationen zu den Fachvorträgen, Referenten und ein Online-Anmeldeformular finden Sie unter www.praxistag-leitungsortung.de
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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